Vier Fragen, bevor du einem Analysezertifikat vertraust
Ein Analysezertifikat ist eine Seite mit Zahlen, und sie wird meistens etwa vier Sekunden lang gelesen. Das sind die vier Dinge, die sich wirklich zu prüfen lohnen — in der Reihenfolge, die zählt.
Eins
Passt die Charge auf dem Zertifikat zu dem, was du bekommen hast?
Das klingt zu offensichtlich, um es zu prüfen, und ist die häufigste Lücke überhaupt. Ein Zertifikat gilt für genau eine Charge. Wenn die Chargenbezeichnung auf dem Blatt und die auf dem Vial vor dir nicht dieselbe Zeichenfolge sind, beschreibt das Dokument etwas, das du nicht hast — egal wie gut die Zahlen darauf aussehen.
Zwei
Welche Analysen wurden tatsächlich gemacht?
„Geprüft“ ist nicht eine Sache. Reinheit, Identität und Endotoxin sind drei verschiedene Analysen an drei verschiedenen Geräten, und ein Zertifikat kann eine davon ausweisen und zu den anderen komplett schweigen.
Reinheit per HPLC mit UV-Detektion sagt dir, wie sauber sich das Material getrennt hat. Sie bestätigt nicht, dass das Molekül das auf dem Etikett genannte ist — das ist eine Identitätsprüfung, meist per Massenspektrometrie. Endotoxin ist noch einmal eine dritte Analyse. Die meisten einseitigen Zertifikate zeigen die erste und schweigen zum Rest.
Drei
Wer hat sie beauftragt?
Wer das Labor bezahlt, sucht das Labor aus — und sucht aus, welche Probe in den Umschlag kommt. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach die Struktur. Ein vom Verkäufer beauftragtes und ein vom Käufer beauftragtes Zertifikat sind unterschiedliche Arten von Beleg, und es lohnt sich zu wissen, welchen du gerade liest.
Vier
Wird das Labor genannt?
Ein ungenanntes Labor ist eine nicht überprüfbare Behauptung. Ein genanntes lässt sich nachschlagen, und seine Methoden und Akkreditierung lassen sich mit dem abgleichen, was auf dem Zertifikat steht.
Sieh dir an, wie die Prüfung läuft
Erstell dir ein kostenloses Konto und sieh, wie Zertifikate gegen die Charge geprüft werden.